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Ehrung auf dem Neujahrsempfang 2017

Rettungsschwimmer für Engagement gewürdigt

Zum diesjährigen Neujahrsempfang der Stadt Waren (Müritz) wurden neben 200 Gästen, unter ihnen zahlreiche Politiker und Unternehmer, auch sechs Mitglieder unserer DRK Wasserwacht begrüßt. Aber die Rettungsschwimmer sollten nicht nur auf ihren Plätzen sitzen, sondern von der Bühne zum Publikum blicken. Die sechs Teilnehmer der ersten Müritzquerung wurden durch den Stadtpräsidenten und durch den Bürgermeister für ihr Engagement geehrt.

Laudation des Stadtpräsidenten

Auch wenn die Größenangaben zwischen 109 und 117 Quadratkilometern jährlich schwanken, eins ist wohl sicher – die Müritz ist Deutschlands schönster und größter Binnensee. Die Müritz ist ein Ort zahlreicher maritimer Veranstaltungen - wie beispielsweise der Müritz Sail oder dem Müritzschwimmen. Sie ist aber auch ein Ort besonderer Herausforderungen, das haben sechs Rettungsschwimmer der Müritzer Wasserwacht im vergangenen Sommer bewiesen.

Es geht um zwei Frauen und vier Männer aus Waren (Müritz), die sich seit vielen Jahren in ihrer Freizeit um die Sicherheit auf und am Wasser bemühen. Allesamt sind sie Rettungsschwimmer der DRK Wasserwacht, die in einer der wasserreichsten Regionen aktiv ist. Als Rettungsschwimmer sichern sie die bewachten Badestrände im Heilbad Waren (Müritz) ab, rücken mit der Wasserrettung bei Notfällen aus und bringen Kindern das Schwimmen bei. Letzteres sollte auch der Anstoß für Müritz extrem werden.

Einer der Initiatoren hatte bei seinem wöchentlichen Schwimmtraining eine sehr skurrile Idee. „Wir sollten von Buchholz nach Waren (Müritz) schwimmen, das ist mit 30 Kilometern die längste Strecke, die man auf der Müritz schwimmen kann“, machte er seine Mitstreiter neugierig. Und auch der DRK Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte zeigte sich begeistert von der Idee der Rettungsschwimmer, die mit diesem sportlichen Zeichen für die Schwimmfähigkeit von Kindern in der Region werben wollten. Das Rote Kreuz brachte sein logistisches Know How und die nötige finanzielle Unterstützung mit – die sechs Schwimmer ihren Elan, die 30 Kilometer lange Strecke schwimmerisch als Team zu meistern.

Am 17. Juli 2016 erfolgte schließlich der Start für die erste Müritz Querung, bei der jeweils zwei Schwimmer eine Stunde lang von Buchholz am Müritzsee in Richtung Waren (Müritz) schwimmen sollten. Nach genau 60 Minuten erfolgte der Wechsel der Schwimmer. Kilometer um Kilometer schwammen beide Teams durch die Müritz. Angefeuert von den Kameraden, bejubelt von Schaulustigen, bestaunt von anderen Wassersportlern. Vom Müritzsee, durch den Müritzarm, an Vipperow, Ludorf und Röbel vorbei, Klink in Sicht durch den Müritzhals und von Ecktannen bis zum Ziel. Jeder der sechs Schwimmer ist gut zehn Kilometer an diesem Sonntag geschwommen, bevor Marina Strüben, Ricarda Silkenbäumer, Benjamin Wittke, Eric Greiner, Benjamin Hein und Andreas Piske am Warener Volksbad aus dem Wasser stiegen.

Mit dieser Aktion haben sie nicht nur ein sportliches, sondern auch ein gesellschaftliches Zeichen gesetzt. Teamgeist und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Schwimmfähigkeit von Kindern sind die Rahmenbedingungen von Müritz extrem – der Müritzquerung.

Und diese einmalige Leistung soll nicht länger einmalig bleiben. Wie ich erfahren habe, sitzt das Org-Team bereits wieder seit mehreren Wochen zusammen und bereitet Müritz extrem2.0 vor.

Durch die erste Auflage konnten 1.170 Euro an Spendengeldern eingeworben werden. Dieses Geld ist komplett zugunsten der Schwimmausbildung verwendet worden. Im vergangenen Sommer wurden vier Schwimmkurse am Volksbad absolviert, bei denen zahlreiche Kinder schwimmen lernten. Aktuell startet ein Schwimmkurs für angehende ABC-Schützen der Warener Kita „Haus Sonnenschein“. Weitere Angebote sind in den kommenden Monaten geplant.

Für dieses Engagement möchten wir Marina Strüben, Ricarda Silkenbäumer, Benjamin Wittke (der heute arbeitsbedingt nicht anwesend ist), Eric Greiner, Benjamin Hein und Andreas Piske danken.