Team Erste Müritzquerung 2016

Das Team von sechs Müritzer Rettungsschwimmern

Mit zwei Teams a drei Schwimmern sind Rettungsschwimmer der DRK Wasserwacht Mecklenburgische Seenplatte am 17. Juli 2016 die Strecke von Buchholz bis nach Waren (Müritz) geschwommen Dabei waren jeweils zwei Schwimmer für 60 Minuten im Müritzwasser und absolvierten die 30-km-Strecke etappenweise. Zu jeder vollen Stunde erfolgte ein Wechsel. Angesetzt wurden 3.000 Meter pro Einheit. Das entspricht einer Schwimmleistung von 10 Kilometer pro Schwimmer.

Sechs Rettungsschwimmer und die Müritzquerung

Vom Wasserrettungszentrum im Kameruner Weg von Waren (Müritz) machte sich das Schwimmteam auf nach Buchholz. Für diese Strecke wählten die Rettungsschwimmer noch den landseitigen Transport. Doch bei dem Projekt Müritzquerung waren nicht nur die sechs Schwimmer gefragt. Wasserwachtler aus Neustrelitz unterstützten mit Elan und viel Zeit das Vorhaben. Bereits einen Tag zuvor wurde der Watercamper von Waren (Müritz) nach Buchholz umgesetzt. Fünf Rettungsschwimmer sollten die Strecke mit zwei Booten absichern.
Auch Andrea Weiß vom Karateverein „Zahnsin“ Groß Gievitz stand an der Marina bereit. Die Sportlerin sorgte für eine ordentliche Erwärmung und gab wertvolle Tipps zu Dehnungsübungen.
Punkt 8 Uhr sprangen die beiden ersten Schwimmer in das 20 Grad warme Wasser des Müritzarms. Angefeuert von den Kameraden und unter Beobachtung von neugierigen Urlaubern steuerten Benjamin Wittke & Eric Greiner im Kraulschwimmen die Richtung Vipperow an. Ene Stunde hieß es für beide: Zug um Zug die ersten Meter zurückzulegen. Vorbei an idyllischen Bootshäusern und mit jeder Menge Ruhe schwammen beide durch den Müritzsee. Das bot Zeit für die anderen, sich auf die 30 Kilometer lange Strecke zu freuen und das Frühstück zu genießen. Brötchen, Obst, Kaffee und Tee standen auf dem Tisch bereit. Sonne wurde getankt und die neusten Nachrichten studiert.

Schnell verging die erste Stunde und die ersten 3.300 Meter hatten Eric und Benjamin hinter sich gelassen. Akribisch zählte Andreas die Sekunden runter und schickte das zweite Team ins Wasser. Marina Strüben und Ricarda Silkenbäumer übernahmen den Staffelstab von den Jungs und schwammen die folgenden 60 Minuten. Eingespielt und nahezu synchron bewegten sich beide durch das Wasser und zeigten ihr enormes Trainingspensum. Beide Mädels konnten die Schwimmgeschwindigkeit halten und legten bis 10 Uhr ebenfalls 3,3 Kilometer zurück.

Dieses Level wollten Team 3 mit Andreas Piske und Benjamin Hein auch für die nächste Runde anvisieren und sprangen ins Müritzwasser. Schnell war die Vipperower Brücke in Sicht. Hier nahm sich Andreas Piske Zeit, um Fans am Ufer zu begrüßen. Für ihn keine Unbekannte – die Familie stand mit wehenden Fahnen an der Brücke. Ehefrau und beide Kinder sollten den Müritzschwimmern über Tag noch mehrmals zu winken…
Wie bereits erwähnt, nicht nur die Schwimmer selbst waren an der Müritzquerung aktiv beteiligt. Fünf Rettungsschwimmer sicherten die Strecke mit zwei Booten ab. Landseitig kümmerte sich ein Team um DRK-Ehrenamtskoordinator Ronny Möller um die Versorgung. Unterdess beobachteten neugierige Skipper, wie zwei der Rettungsschwimmer das Wasser pflügten und sich ihren Weg durch die Müritz bahnten.
Weitere Anfeuerungsrufe gab es Höhe Rechlin. Diesmal von einer Kanubesatzung. Ein einheimisches Ehepaar hatte von der Aktion Wind bekommen und begleitete die Müritzquerung einige Meter. Apropos Wind: Dieser zeigte sich anfänglich gnädig, frischte aber zunehmend auf. Doch Kilometer um Kilometer wurden zurückgelegt. Jeweils pünktlich nach einer Stunde erfolgte der Teamwechsel. Das Warener Volksbad als Ziel rückte in greifbare Nähe. Hier hatte das Jugendrotkreuz gemeinsam mit der Wasserwacht bereits einen Infostand aufgebaut und lockte zusätzlich Neugierige an. Durch den Müritzhals und vorbei an der Waldschänke und dem Campingplatz Ecktannen wurde der Endspurt eingeläutet. Auch hier wartete die Familie von Andreas schon und informierte Angler und Urlauber über unser Projekt. Gut einen Kilometer vor dem Ziel wurden die letzten Meter gemeinsam durch die sechs Schwimmer absolviert. Erschöpft, gezeichnet von den zurückliegenden 582 Minuten, aber glücklich durchschritt das Team die Ziellinie. Mit Jubel und Gratulationen überschüttet blieb kaum Zeit zum Luft holen. Glückwünsche und Überraschungen warteten am Müritzufer. Die ALD spendete 1.070 Euro für die Schwimmförderung von Kindern und Stadtpräsident René Drühl steuerte ebenfalls 100 Euro mit bei. Damit spülte die Müritzquerung 1.170 Euro an Spendengeldern in die Kassen zur Förderung des Schwimmunterrichtes. Der erfolgreiche Abschluss der ersten Müritzquerung verlangt förmlich nach einer Wiederholung. So soll es auch sein – am 22. Juli 2017 ist eine erneute Querung des größten deutschen Binnensees geplant. Und wie alle Projekte, die der DRK Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte erfolgreich durchführt, soll auch die Müritzquerung wachsen.